Alexandra Silber, Philipp Gracher: Und ab morgen bin ich schlank

Von 100 Kilo auf 60 in einem Jahr – ohne Jojo-Effekt

So schnell gebe ich nicht auf! Nachdem „Heisshunger“ eine große Enttäuschung war, habe ich weitergesucht. Das vorliegende Buch ist zwar noch immer nicht ganz das was ich möchte, aber schon viel besser.

Es handelt sich um einen Erfahrungsbericht. Alexandra Silber beschreibt ihren Abnahmeweg, Philipp Gracher, der ihr Personal Coach ist, steuert Fachliches bei. Im Anhang gibt es Rezepte, Literaturtipps, Links etc.

Wie die Autorin abgenommen hat? Auf die einzige Art, die funktioniert: weniger und gesünder essen, dazu Sport. Also nichts Weltbewegendes. Abgesehen natürlich davon, dass ihre Motivation, ihr Durchhaltevermögen und ihre Energie bemerkenswert sind.

Sport ist auch das Hauptthema des Buches. Was mir gefehlt hat und was ich mir von einem Erfahrungsbericht wünschen würde, sind die Dinge übers Abnehmen, die dir keiner erzählt. ZB, dass massive körperliche Änderungen selbst dann, wenn sie gewollt und ersehnt sind, psychisch nicht immer einfach zu bewältigen sind. Dass physische Änderungen auch psychische Folgen haben. Dass diese Folgen zwar ebenfalls schön sind, wie zB ein gestärktes Selbstbewusstsein, aber nicht problemlos. Dass man auch mit Neid umgehen muss – wenn man erzählt, dass man endlich in eine Hose in Größe 40 passt, wird man leicht jemanden zum Mitfreuen finden. Wenn die neue Hose aber in Größe 36 oder 34 gekauft wird, hält man besser den Mund. Und irgendwann unterstellt dir bestimmt jemand, dass du auf dem besten Weg in die Magersucht bist, kaum dass der BMI im gesunden Normalbereich ist. Es ist ja auch seltsam, wenn jemand plötzlich auf die Seite der dünnen Zicken, die (aus guten Gründen!) nicht alles essen, wechselt.

Wie Alexandra Silber damit zurechtgekommen ist, hätte mich brennend interessiert. Leider wird das nur in Nebensätzen abgehandelt.

Der Stil ist sehr einfach, das soll wohl authentisch wirken. Ich hätte mir hier mehr Eingreifen des Lektorats gewünscht. Manche Wortwiederholungen und unpassend unter Anführungszeichen gesetzte Wörter merkt man einfach nicht, wenn man den Text selbst geschrieben und überarbeitet hat, hier kann und soll geglättet werden. Da aber Ähnliches sowohl in den Passagen, die Silber geschrieben hat, als auch in denen, die von Gracher stammen, vorkommen, neige ich eher dazu, diese unnötigen Holprigkeiten dem Lektorat anzukreiden.
Lesbar bleibt das Buch dadurch allerdings schon.

Fazit: ein interessanter Erfahrungsbericht übers Abnehmen

Homepage der Autorin (mit Leseprobe und Trainingstipps)
quax
Suite101
roter dorn

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