Strikt subjektive Meinungen zu privater Lektüre

Archiv für November, 2009

Lesestatistik November 2009

Im November habe ich wieder mehr gelesen, und vor allem: mehr gekauft. Der SUB ist größer geworden und dank meines heutigen Beutezugs (ich kann doch nicht am neuen Jasper Fforde vorbeigehen, und Edmund Berndts „Der Pillendreh“ habe ich mir auch gleich gegönnt. Dabei wollte ich lediglich „Die kleine Raupe Nimmersatt“ als Weihnachtsgeschenk kaufen.) auf über zwanzig Bücher angewachsen.

Außerdem bin ich den Anregungen gefolgt und habe versucht, die Hörbücher in die Statistik einzubauen und auch zu jedem einen kleinen Beitrag zu schreiben. Ausnahme: zu den „drei ???“ habe ich es gelassen. Das ist mir zu privat.

Zu „Oliver Twist“ und „Der Duft von Schokolade“ fehlen noch die Besprechungen, diese folgen in den nächsten Tagen. Alle anderen findet ihr über die Suchfunktion.

Gelesen & Gehört:

  1. Ann Pearlman: Der Christmas Cookie Club, 359 Seiten
  2. Anne Rice: Interview mit einem Vampir (Hörbuch)
  3. Cecily von Ziegesar: Gossip Girl 6. Ich lebe hier und jetzt, 281 Seiten
  4. Andreas Unterweger, Wie im Siebenten, 137 Seiten
  5. Polly Adler, Nur Idioten sind glücklich, 200 Seiten
  6. Jane Austen, Kloster Northanger (Hörbuch)
  7. Janet Evanovich, Der Winterwundermann, 143 Seiten
  8. Thomas Askan Vierich, Blutgasse, 285 Seiten
  9. Edith Kneifl, Schön tot, 175 Seiten
  10. Terry Pratchett, Der fünfte Elefant (Hörbuch)
  11. Die drei ??? und der Phantom-See (Hörspiel)
  12. Eileen Wilks, Wolf Shadow 3, Dunkles Verlangen, 486 Seiten
  13. Alexandre Dumas, Die drei Musketiere (Hörspiel)
  14. Michaela Schwarz, Der Weihnachtstango, 157 Seiten
  15. Charles Dickens, Oliver Twist (Hörspiel)
  16. Ewald Arenz, Der Duft von Schokolade, 270 Seiten

Abgebrochen:

  1. Mona Gasser: Ex-Callgirl: Mein lustvolles Privatleben, auf Seite 60
  2. Tracy Cozzens, Küsse unterm Weihnachtsbaum, auf Seite 80
  3. Nick Hornby, How to be good (Hörbuch, am Anfang der 2. CD)

Gekauft:

  1. Polly Adler: Nur Idioten sind glücklich
  2. Die große Abenteuer-Hörspiel-Kiste (enthält Oliver Twist, Robinson Crusoe, Die drei Musketiere, Die Schatzinsel, Huckleberry Finns Abenteuer)
  3. Cecily von Ziegesar: Gossip Girl. Ich lebe lieber hier und jetzt
  4. Thomas Askan Vierich: Blutgasse
  5. Nina Winkler: Bodyshaping mit dem Thera-Band
  6. Glenn Beck, Der Weihnachtspullover
  7. Janet Evanovich, Der Winterwundermann
  8. Ewald Arenz, Der Duft von Schokolade
  9. Michaela Schwarz, Der Weihnachtstango
  10. Bastian Sick, Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod, Folge 4
  11. Marcus Rafelsberger, Menschenteufel
  12. Elisabeth Koller-Glück, Alt-Wiener Sagen und Legenden und ihre realen Hintergründe
  13. Ulf Stolterfoht und der Lyrikkurs des Literaturinstituts Leipzig präsentieren Cowboylyrik
  14. Edith Kneifl, Schön tot. Ein Wien-Krimi
  15. Daniel Glattauer, Der Weihnachtshund
  16. Michael Ende, Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch
  17. Jasper Fforde, Irgendwo ganz anders
  18. Edmund Berndt, Der Pillendreh

Kostenlos:

  1. Irvin D. Yalom, Und Nietzsche weinte (Eine Stadt. Ein Buch)
  2. Eileen Wilks, Wolf Shadow – Dunkles Verlagen (Rezensionsexemplar)
  3. Jane Austen, Kloster Northanger (gratis-Download)
  4. Terry Pratchett, Der fünfte Elefant (BookCrossing)


Hörbücher aus der Bücherei:

  1. Sophie Kinsella, Kennen wir uns nicht?
  2. Nick Hornby, How to be good
  3. Ken Kesey, Einer flog über das Kuckucksnest
  4. Zoran Drvenkar, Sorry

Aktuelle SUB-Höhe: 21 Bücher

Hartliebs Bücher

„Hartliebs Bücher“ ist eine kleine (60qm) und relativ neue (seit fünf Jahren) Buchhandlung in der Währinger Straße 122, seit 1. November 2008 wird auch das Buchsortiment im Museumsshop des Wien Museum betreut.

Öffentlich kommt man mit den Straßenbahnlinien 40 oder 41, die praktisch vor der Tür halten, dorthin, oder man geht fünf Minuten von der U 6 Station Volksoper. Die Buchhandlung ist nicht zu übersehen, es stehen Wühlkisten und ein Taschenbuchständer davor. Ich habe mir dort gleich zwei Pixi-Bücher für die Nikolaussackerln meiner Patenkinder ausgesucht.

Drinnen ist es so, wie man sich eine altmodische Buchhandlung vorstellt: Bücher bis zur Decke, sehr vollgestopft, und es gibt tatsächlich diese wunderbaren Bibliotheksleitern. Dennoch ist es nicht schwer, den Überblick zu bewahren. Das Sortiment umfasst vor allem Literatur/Belletristik und Kinder-/Jugendbücher.
Bei meinem Besuch (Adventssamstag!) war es sehr voll, dennoch war die Atmosphäre entspannt, das Team wirkte engagiert, fröhlich und überhaupt nicht gestresst.

Die Weihnachtsbücher waren auf einem eigenen Tisch arrangiert. Ich habe zB Charles Dickens oder Ray Bradbury gesehen, aber keine Chick-Lit. Ganz schnell entschied ich mich für Daniel Glattauers „Der Weihnachtshund“, und für „Hinter verzauberten Fenstern“ von Cornelia Funke für meine Nichte.
Einziger Nachteil: durch die Enge steht man, wenn man am Weihnachtstisch schmökert, jenen, die zu den Kinderbüchern wollen, im Weg.

Gefragt habe ich nicht nach Weihnachtsbüchern (die hatte ich bereits gewählt) sondern nach Romanen, die zu Silvester spielen. Schwere Frage, ich weiß. Dem ersten Buchhändler fiel nichts ein, ich wurde freundlich an die Kollegin weitergereicht, die auch überlegen musste. Doch dann kam ein toller Vorschlag, ein Buch, an das ich gar nicht gedacht hatte: Michael Endes „Wunschpunsch“. Volltreffer!

Sehr liebevoll gestaltet ist übrigens die Homepage, mit Lesetipps, Informationen und einer Bestellmöglichkeit. Hartliebs bietet außerdem einmal monatlich einen Lesekreis an.

Fazit: klein, aber wunderschön – von den Leitern bin ich begeistert. Ich wurde ausgesprochen freundlich bedient und bin mit der Beratung sehr zufrieden. Leider wird’s trotzdem nicht meine Stammbuchhandlung, dieses Geschäft ist für mich schlecht erreichbar.

Homepage
LibraryThing
Buchhandelsführer Wien
Buchhandel: ein gutes Pflaster (Kurier, 7.9.09)
Daniel Glattauer interviewt Petra Hartlieb (Der Standard, 6./7.10.2007)

Michaela Schwarz: Der Weihnachtstango

Wie ihr bereits bemerkt habt, habe ich bereits mit dem Lesen der Weihnachtsbücher begonnen. Mal sehen, wie lange es heuer Spass machen wird, aber ein paar Besprechungen kommen sicher noch.

„Der Weihnachtstango“ ist rein äußerlich sicherlich das Weihnachtsbuch, das am meisten meinem Geschmack entspricht: cremefarbener Hardcover, darauf rote Schneeflöckchen und ein bisschen rotes Halbleinen für den Buchrücken. Auch der Preis passt: zehn Euro in Deutschland, 30 Cent mehr in Österreich (mein Ärger über den teureren Preis in Österreich ist übrigens nicht kleiner geworden).

Der Inhalt: Robert und Mara lernten sich vor dreißig Jahren in New York kennen (eh klar, vor der üblichen Weihnachtskulisse). Ein Paar wurden sie nicht, aber sie treffen sich jedes Jahr am gleichen Tag, am 20.12., tanzen Tango und verbringen die Nacht gemeinsam, obwohl sie beide andere Beziehungen haben.
Dieses Jahr ist es anders, Roberts Frau ist gestorben und er will endlich zu seinen Gefühlen für Mara stehen. Natürlich läuft alles schief, beide (!) landen im Krankenhaus, und dann folgen einige Verwicklungen.
Das Ende ist vorhersehbar, nicht verwunderlich.

Tjo. Nett. Eh ganz lieb. Stilistisch unauffällig, eher brav, nichts Besonderes. Hohe Anforderungen an eine Geschichte darf man nicht stellen. Es liest sich in etwa so wie die Fernsehfilme, die kurz vor dem Heiligen Abend gespielt werden.
Der Zufall wird ein wenig zu stark bemüht wenn beide Protagonisten gleichzeitig Unfälle haben und ins Krankenhaus müssen, der Nebenstrang mit den Kindern aus dem Heim ist gar zu dick aufgetragen, dass Ärztin Mara unbedingt Alternativmedizinerin sein muss, passte mir gar nicht. Ich meine: leicht, aber erträglich esoterisch angehaucht, dafür wurde mit Schmalz nicht gespart.

Fazit: nicht mein Geschmack, mir war’s zu kitschig (selbst wenn ich bedenke, dass es ein Weihnachtsbuch ist) und zu dick aufgetragen.

Verlagshomepage mit Leseprobe

Alexandre Dumas: Die drei Musketiere (Hörspiel)

Als ich klein war, gab’s im TV noch „Ferienprogramm“. Das war etwas Besonderes, normalerweise beschränkte sich das Kinderprogramm im ORF auf ca eine Stunde.
Hach, und was für Filme wurden im Ferienprogramm gespielt! „Robin Hood“ mit Errol Flynn zum Beispiel, oder die Elvis-Filme, oder eben „Die drei Musketiere“. Ich habe die alten Abenteuerfilme geliebt, und ich liebe sie immer noch. Ja, ich habe auch die dazugehörigen Bücher gelesen, aber die stärkere Erinnerung bezieht sich auf die Filme.

Vor kurzem habe ich „Die große Abenteuer-Hörspiel-Kiste“ von „der hörverlag“ entdeckt und sofort gekauft. Ich habe mir zuerst „Die drei Musketiere“ angehört, zwei CDs, jeweils etwas über sechzig Minuten Laufzeit. Viel zu kurz! Es war sofort wieder da, dieses Feriengefühl. Degengerassel, dramatische Musik, schwungvoll, lebendig, und vor allem Andreas Fröhlich als d’Artagnan hat es mir angetan. Einfach herrlich.

Kritische Gedanken? Nix da, ich habe das Feriengefühl genossen und bin in die kindliche Kritiklosigkeit gekippt. Mit dem größten Vergnügen, übrigens. Eskapismus kann sooo schön sein.

Verlagshomepage mit Hörprobe
Hörspieltipps.net
Hörbuch des Monats
echtHörbuch.de

Eileen Wilks: Wolf Shadow 03 – Dunkles Verlangen

„Wolf Shadow“ ist eine mehrteilige Fantasy-Serie rund um die FBI-Agentin Lily Yu und ihren Werwolf-Geliebten Rule Turner. Die beiden Vorgängerbände heißen “Verlockende Gefahr“ und “Magische Versuchung“. Man sollte sie, auch wenn es kurze Erklärungen gibt, gelesen haben – es ist eine durchgehende Geschichte.

Wie schon die Titel verraten, geht es um Werwölfe und andere magische Wesen, Fantasy eben, mit einem Schuss Erotik und viel Spannung. Was mir an dieser Serie gefällt, ist vor allem Lily, die eine eher untypische Heldin ist: klug, tough, bedacht, loyal, fähig, auf eigenen Beinen zu stehen. Sie und Rule sind eines der sympathischsten Liebespaare des Genres. Ich mag es einfach, wie die beiden ohne Starker-Mann-Schwaches-Weib-Klischee miteinander umgehen.

In „Dunkles Verlangen“ kommt zu diesem „ernsten“ Paar das eher kratzbürstige Paar Cynna und Cullen. Cynna ist ebenfalls Agentin, allerdings mit magischen Fähigkeiten, Cullen ein Werwolf-Zauberer.
Außerdem gibt’s diesmal mehr von Lilys cooler Großmutter. Der Drache Sam hat leider nur einen kurzen, aber wirkungsvollen Gastauftritt.

Die Geschichte beginnt damit, dass sämtliche Thronfolger der Werwolf-Clans weltweit angegriffen werden – auch Rule, der verletzt wird und mit Dämonengift zu kämpfen hat. Die Magie in der Welt gerät außer Kontrolle, die Protagonisten suchen eine Lösung. Für mich ein kleiner Extra-Bonus: die Handlung spielt in der Weihnachtszeit, auch wenn das nicht besonders hervorgehoben wird.
Der Klappentext ist übrigens leicht übertrieben, von einem „sicheren Tod“, vor dem Rule zu bewahren ist, kann keine Rede sein.

Wilks umgeht das Problem, dass Serien langweilig werden könnten, damit, dass sie andere Personen wie Cynna oder Cullen mehr in den Mittelpunkt stellt. Eigentlich eine gute Idee, schade finde ich nur, dass Lily dadurch naturgemäß seltener auftritt. Die Einfälle gehen der Autorin jedenfalls nicht aus, sie erweitert die magische Welt und baut immer neue, überraschende Wendungen ein. Ein paar Längen gibt es, die Story läuft auch wie gewohnt eher mühsam an, aber das kennt jeder, der bei Band drei angelangt ist.
Im Mai 2010 folgt Band vier, „Finstere Begierde“. Wie Wilks im Nachwort andeutet, wird es vor allem um Cynna und Cullen gehen. Ich bin schon neugierig.

Verlagsseite mit Leseprobe
Lovely Books
Eileen Wilks Werewolf Fanpage (deutsch)
buecher.ueber-alles!

Terry Pratchett: Der fünfte Elefant (Hörbuch)

Natürlich kannte ich Terry Pratchett und seine Scheibenwelt-Romane schon vorher. Allerdings hatte ich – trotz prinzipieller Begeisterung – mit der Lektüre immer so meine Probleme. Irgendwann wurde mir jedes Buch zu abgedreht, und ich brach ab.

Dieses Hörbuch habe ich aber uneingeschränkt genossen. Spannend und unterhaltsam war’s. Die große Überraschung: Dirk Bach ist als Vorleser wirklich gut! Das hatte ich nicht erwartet. Bach hat zwar einen deutlich hörbaren deutschen Akzent (was wohl einem österreichischen Ohr besonders auffällt), das stört aber nicht den Genuss.
Das Einzige, was ich zu bemängeln habe ist, dass er verschiedene Personen mit unterschiedlichen Lautstärken liest. Dadurch wird’s manchmal zu laut oder zu leise. Da ich das Hörbuch im Auto hörte, konnte ich die Lautstärke auch nicht immer sofort regulieren.

Ausführliche Kritik mit Inhaltsangabe zur Printausgabe
mp3 Hörprobe

Andreas Unterweger: Wie im Siebenten

Zu diesem Buch möchte ich aus den verschiedensten Gründen nichts schreiben. Der wichtigste ist, dass ich keinen Zugang gefunden habe. Meine Gedanken würden weder dem Autor noch dem Buch gerecht werden.

Daher gibt es der Vollständigkeit halber nur diese kurze Erwähnung und ein paar Links:

Blog des Autors (Rezensionen)
Literaturhaus mit Leseprobe
DUM
Wiener Zeitung
Kleine Zeitung
fm4

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