Truman Capote: Marilyn & Co.

Am 25. August war der 25. Todestag von Truman Capote. Aus diesem Anlass erschien bei Kain & Aber eine Sonderausgabe mit seinen Portraits von Berühmtheiten.

Weil dieses Bändchen so hübsch ist, sei auch kurz auf das Äußere eingegangen: es ist ähnlich wie letztes Jahr die Sonderausgabe von „Frühstück bei Tiffany“ gestaltet. Gebunden in edlen dunkelgrauen Stoff (Comtesse-Leinen) mit einem silbernen Marilyn-Portrait, dazu ein hellgraues Lesebändchen. Bildschön! (Die grell pinkfarbene Papierschleife kann ich ja entfernen) Das Format mag hosentaschentauglich sein, die Aufmachung ist viel zu schade dafür. Lieder steht noch nicht fest, ob es auch nächstes Jahr ein Bändchen in dieser Ausstattung geben wird – mich würd’s jedenfalls freuen.

Der Inhalt: Edel-Klatsch, indiskret über die Schmerzgrenze hinaus und doch faszinierend. Marilyn Monroe sind zwei Texte gewidmet, Marlon Brando hat die längste Geschichte bekommen. Außerdem gibt es Portraits von Elizabeth Taylor, Coco Chanel, Louis Armstrong, Somerset Maugham, Charlie Chaplin, Humphrey Bogart, Pablo Picasso und John Huston. Der Großteil davon ist erstmals in „Observations“ 1959 erschienen, die anderen Textnachweise bitte ich, dem Buch selbst zu entnehmen.

Über Capotes Stil noch etwas zu sagen ist schwierig. Das habe andere bereits ausführlich gemacht. Ich wünschte, es würde heute Schriftsteller geben, die über die aktuellen Stars so klar, frisch und boshaft berichteten.

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