Régis de Sá Moreira: Das geheime Leben der Bücher

Ich konnte mit diesem Buch sehr wenig anfangen. Vielleicht hab ich’s auch einfach nicht verstanden.

Es geht um einen verschrobenen Buchhändler, der seine Buchhandlung niemals schließt, eine Diät aus Kräutertee und Lektüre einhält, seinen Büchern vorliest, seinen Geschwistern kommentarlos herausgerissene Seiten schickt usw. Eigentlich ganz nett. Warum aber Gott durch die Buchhandlung streift verstehe ich nicht. Ist eben so. Erklärungen gibt es nicht. Am Anfang und am Ende geht es kurz um drei Frauen. Gut, das sind die verlorenen Lieben des Buchhändlers, und weiter? Warum wollen sie, dass das Schiff sinkt?

Diese Frage kann ich nicht beantworten. Andere Leser vielleicht. Mein Verdacht ist allerdings, dass der Autor ein paar Stichwörter, auf die die einen anspringen und träumen, die anderen eben nicht, hinwirft, ohne besonderen Tiefgang.

Ich bin jedenfalls nicht richtig in das Buch hineingekommen, für mich waren es relativ zusammenhanglose Ideen, die ohne besonderen Plan zusammengefügt wurden. Die Klammer ist allein der Buchhändler. Für die „Hommage ans Lesen“ ist es mir zu abgehoben, für Fantasy dann doch zu wenig märchenhaft.

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4 Gedanken zu “Régis de Sá Moreira: Das geheime Leben der Bücher

  1. Warum Gott durch die Buchhandlung streift? Weil sie ein Paradies ist? Oder das Himmelreich? *g*

    Klingt nach nem ziemlich seltsamen Werk; ich bin schon ein paarmal über den Titel gestolpert, die Inhaltsbeschreibung hat mich aber jedesmal aufs Neue nicht angesprochen.

  2. Steffi schreibt:

    Hei, ich bin gerade mit der Lektüre des besagten Werkes fertig und muss zugeben, dass ich ebenso verwirrt bin. Aber ich bin auch gleichzeitig begeistert. Es kommen viele Elemente vor die ich nicht durchschaue, aber das regte mich auch zum Nachdenken an und das gefällt mir besonders. Es werden schöne Gedanken beschrieben und der Buchhändler ist eine wundersame und sehr sympatische Person mit all ihren Vorlieben und Ticks, zum Beispiel seine Verachtung von physischer Beschreibung und vorallem Schund und Pärchen. Gott ist ja noch der plausiebelste Besucher. Es gibt da noch die Dame in Schwarz die durch die Lektüre von Poesie zur Dame in Wieß wird, ein Mann der sich nur in Zeitlupe bewegt, die schönste Frau der Welt auf der Suche nach ihrem Verlobten, ein Reisender auf der verzweifelten Suche nach einem Reiseführer, eine junge Frau welche die Buchhandlung mit einer Bäckerei verwechselt und viele viele mehr. Bei allen Charakteren hatte ich das Gefühl ihr Besuch in der Buchhandlung wäre nicht ein normaler alltäglicher Einkauf sondern ein besonderer Punt in ihrem Leben. Jede Person ist nicht einfach ein simpler Kunde ohne Charakter sondern hatt eine Persönlichkeit und ein oft von Wahn getriebenes Bedürfnis mit dem sie sich an den Buchhändler wendet der ihr so weit es ihm möglich ist, solange es sich nicht um Schund handelt, weiterzuhelfen. Eine genauere ERläuterung des Autors wäre interessant gewesen, aber so kann sich der der Leser seine eigenen Gedanken machen. Anfangs fand ich es einfach nur komisch und seltsam und kannte mich absolut nicht mehr aus, aber wenn man sich gewöhnt hat und weis was einen erwartet ist „Das geheime Leben der Bücher“ durchaus einer Lektüre wert, vorallem wegen dem hübschen Einband der Hardcover Ausgabe 😉

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