Strikt subjektive Meinungen zu privater Lektüre

Was sich bei den Wiener Bloggern tut

ICH bin ja gerade sogar zu faul, kurze Kommentare zu den gelesenen Büchern zu tippen. Diese Woche mach ich’s noch. Ganz sicher. Bestimmt. Auf jeden Fall.
Andere Wiener Blogger hingegen sind höchst aktiv und haben gute Ideen. Einerseits hat Chamy ein Wiener Bloggertreffen für den 18. Juni angekündigt. Mal sehen, ob ich Zeit habe, interessant wär’s schon.

Das zweite Projekt, auf das ich hinweisen möchte, finde ich äußerst faszinierend. Es basiert auf diesem Textschnippsel:

“90 Prozent der Bewohner Wiens benutzen ihre Stadt nur zu circa fünf Prozent. Wenn man Mal auf einem Stadtplan für vier Wochen seine Wege einzeichnet, die man täglich so zurücklegt, sieht man diese fünf Prozent deutlich, und die sehen dann wahlweise aus wie ein Wollknäuel oder das unter Drogeneinfluss gebügelte Hemd bzw. das gesponnene Netz einer Spinne”
Das staubige Wien von Tex Rubinowitz

(Hmmm…den Titel habe ich aus den Blogbeiträgen kopiert. Ich vermute aber, dass es sich um „Das staubige Tier. Über Wien und unter Wien“ handelt.)

Einige Bloggerinnen, darunter Kathmography und h.anna, werden genau das machen: vier Wochen lang die Wege, die sie per Fahrrad oder zu Fuß durch die Stadt unternehmen, auf einem Stadtplan einzeichnen und dann veröffentlichen.

Ich bin schwer begeistert, was man aus Literatur in einem Blog machen kann. Chapeau, meine Damen!

Beteiligen werde ich mich trotzdem nicht, zumindest nicht hier im Blog. Ich habe zu große Bedenken, meine täglichen Wege so öffentlich zu machen.

Comments on: "Was sich bei den Wiener Bloggern tut" (1)

  1. Das mit dem öffentlichen Raum, den man sich dann doch nicht nimmt ist interessant. Ich bin da, glaube ich, auch eine Ausnahme, denn ich komme in Wien viel herum und bis auf das SMZ-Ost gehe ich auch zu Fuß, komme gelegentlich nach Hütteldorf, nach Lainz, auf den Zentralfriedhof, auf die Buch-Wien etc und natürlich öfter ins Literaturhaus, in die Alte Schmiede, ins AKH und zu den Bücherschränken, eine öffentliche Aufzeichnung darüber stelle ich nicht ins Netz, aber wenn man das Literaturgeflüster aufmerksam liest, läßt sich sicher viel ersehen

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