Sabina Naber wurde 1965 in Niederösterreich geboren. Sie war ORF-Redakteurin, Schauspielerin und Regisseurin und arbeitet heute als Schriftstellerin in Wien.

Kommissarin Maria Kouba ermittelt im vorliegenden Buch zum fünften Mal. Der Vorgängerband „Der letzte Engel springt“ erschien 2007, ich habe ihn (und alle anderen Kouba-Krimis) gelesen bevor ich mit dem Bloggen begann.

Maria ist erfolgreiche Polizistin in Wien. Ihr Lover Phillip Roth ist gleichzeitig ihr Kollege was nicht immer einfach ist.

Gleich am Beginn wird Maria von einer Straßenbahn angefahren, entgeht knapp dem Tod und leidet unter einer Amnesie. Für ihre Genesung nimmt sie sich keine Zeit, denn ein Mord muss aufgeklärt werden. Der Pfleger einer Alzheimer-Patientin wurde ermordet, kurz darauf sterben auch Zeugen. Und gleichzeitig werden in Wien auffällig viele Babys ausgesetzt.

Sabina Naber packt in diesen Krimi einige aktuelle Themen: Fortpflanzungsmedizin, Klonen, Ethik, ein bisschen Religion und Sekten. Sex spielt auch – wie in den Vorgängerromanen – eine wichtige Rolle.

Die Geschichte ist generell interessant, man merkt die sorgfältige Recherche. Dennoch ist „Die Lebenstrinker“ einer der schwächeren Krimis der Kouba-Reihe. Marias Verwirrung bezüglich der Amnesie und des ungeklärten Verhältnisses zu Phillip beeinträchtigt die Spannung. Der Schwerpunkt liegt mehr auf Marias Krise denn auf dem Krimi-Plot, das macht die Lektüre gelegentlich mühsam.

Fazit: ich mag die Kouba-Reihe, aber von Band 5 war ich nicht so begeistert.

Zusammenfassung der Pressestimmen auf der Homepage der Autorin (sehr souverän, kritische Meinungen werden nicht unterschlagen!)
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