Bill Bryson: Shakespeare – wie ich ihn sehe
Erstmals gebloggt im Dezember 08
Naja. Begeisterung ist etwas anderes. Dies war mein erstes Buch von Bryson, und meine Erwartungen waren relativ hoch. Immerhin schätzen ihn Leute, die ich schätze.
Es fängt schon mit der miesen Titelübersetzung an: „Shakespeare wie ich ihn sehe“ statt “The World as a Stage”. Um Himmels Willen, wozu musste DAS geändert werden? Ist eh nur ein Zitat, also weg damit. Es geht weiter mit dem Stil des Autors, für den ich mich einfach nicht erwärmen kann. Zwischen oberlehrerhaft und unpassend flapsig. Ich habe mir ein amüsantes Buch erwartet – das war’s dann leider nicht.
Der Informationsgehalt? Mager, mager. Über Shakespeare nichts Neues (nun gut, das war nicht zu erwarten), nichts, was wesentlich über mein Schulwissen hinausginge (und mein Mittelschullehrer war Anhänger der These, dass mehrere Personen hinter Shakespeare stecken!). Spannend war höchstens, dass Bryson den Versuch unternommen hat, nicht nur über Shakespeare, sondern auch über dessen Zeit zu schreiben. Da gab es dann doch das eine oder andere Interessante zu entdecken.
Alles in allem: ein weiteres Buch über Shakespeare halt. Nichts Aufregendes.
Verlagshomepage mit Leseprobe
Literaturmarkt.info
Perlentaucher
Berliner Literaturkritik
Cicero
Nur mein Standpunkt
Letzte Kommentare